An der Saline di Margherita di Savoia stehen jede Menge ziemlich helle Flamingos, aber beim Fliegen zeigen sie ihre scharz-rosa Unterseite.

Der Gargano ist ein nördliches Vorgebirge Apuliens an der Ostküste Italiens mit dem 1.056 Meter hohen Monte Calvo.
Die in die Adria hineinragende Halbinsel, der sogenannte Stiefelsporn, ist geprägt durch bewaldete Landschaften mit felsigen Küsten.

Die spektakuläre Panoramastraße zwischen Mattinata und Vieste schlängelt sich direkt an der Adriaküste entlang. Allerdings ist die Straße dicht zugewachsen, so dass man ihre Schönheit mit den weißen Buchten, abfallenden Klippen und imposanten Grotten nicht bemerkt. Nur hin und wieder kann man einen Blick auf das türkise Meer mit den Zuchtanlagen für Dorade, Austern und Vongole erhaschen.

Es sind zwar noch viele Campingplätze geschlossen, da die Saison erst am 01. Juni beginnt, aber die Strände werden bereits auf den Ansturm der Touristen vorbereitet.
Hier möchten wir ebenfalls auf gar keinen Fall während der Saison sein.
Vieste (14.000 EW) war ein Fischerdorf mit dem mittelalterlichen Ortskern auf der Felsspitze San Francesco.

Man kann gemütlich durch die engen Gassen schlendern, als Spezialität wird jedoch in den vielen Restaurants vorwiegend Pizza, Pizza und noch einmal Pizza angeboten, ziemlich langweilig.

Die Stadt ist mittlerweile so stark vom Tourismus geprägt, dass zwischen Oktober und Juni die lokale Wirtschaft weitgehend stagniert.
Der nette Familien-Campingplatz Village Punta Lunga ist bereits gut besucht, vor allen Dingen von deutschen Urlaubern.

Wer Ostsee nicht kennt, für den ist dieser Strand mit dem dazu noch viel wärmeren Wasser sicherlich schön. Auch bei Surfern ist das Camp sehr beliebt, denn hier herrscht fast täglich ein surftauglicher Wind.
Vom Gargano bis zu den Abruzzen wird immer noch mit dem Trabucco, dem Fischergalgen, Fischfang betrieben. Dabei wird ein großes rechteckiges Netz horizontal abgesenkt und nach einiger Zeit wieder heraufgezogen.

Im Gegensatz zur Südseite ist die Nordseite des Sporns sehr heruntergekommen, viele Hotels und auch Campgrounds sind marode und dauerhaft geschlossen.
Molise ist erst seit 1964 eine eigenständige Region. Davor gehörte sie zu den Abruzzen.
Nach längerem Suchen entdecken wir das Restaurant am Camping Happy Days. Es sind jedoch nur das Hotel und die Bungalows geöffnet, das Camp leider noch nicht.
Wenige Kilometer weiter können wir dann im Smeraldo Camping Village Campomarino mitten im Pinienwald direkt an der Küste bleiben. Und auch hier wird der Strand fein parzelliert.

Die Abruzzen erstrecken sich von der Adria bis zum Abruzzischen Apennin, der bis auf knapp 3.000 Meter ansteigt. An den steilen Hängen weideten große Schafherden, deren Wolle seit Jahrhunderten einen florierenden Handel ermöglichte. Als der Wollhandel einbrach, verarmten die Abruzzen und viele Einwohner wanderten aus, bevorzugt nach Australien und Amerika.
Trotz Maut geht es auf der Autobahn nur schleppend voran, Stop and Go. Dann müssen wir die Autobahn ganz verlassen, denn am 02. April stürzte nach unwetterartigen Regenfällen die Brücke über den Trigno ein.

Wegen des Starkregens war die Brücke jedoch vorsorglich gesperrt worden, so dass es 'nur' zu Materialschäden kam. Und obwohl es Pfingstmontag ist, wird an der Brücke gearbeitet, denn in Italien sind seit 1977 Himmelfahrt und Pfingstmontag als Feiertag abgeschafft, nur noch in Südtirol ist Pfingstmontag ein Feiertag.
Nach großen Umwegen finden wir im Camping Pineto Beach einen schönen Platz, auch hier unter Pinien. Wir würden zu diesen Pinienwäldern wohl Küstenwald sagen.
Wir erfreuen uns an den australischen Zylinderputzern und es kommt ein ganz klein wenig Wehmut auf.
