I, San Gimignano bis Volterra

Vom Torre del Diavolo in San Gimignano wird behauptet, der Teufel selbst habe ihn erbaut.

Die Türme der Familie Ardinghelli darf man leider nicht besteigen, nur den 1311 fertiggestellten und 54 Meter hohen Torre Grossa, der Teil des Palazzo Comunale auf der Piazza del Duomo ist.

Er ist auch nur über den Innenhof des Palazzo Comunale erreichbar.

Allerdings ist die Treppe mit freiem Blick nach unten nichts für Leute mit Höhenangst. 
Von oben hat man jedoch einen fantastischen Blick über den Ort und die Umgebung.

Und ob im hoteleigenen Restaurant oder im Chiribiri, die lokalen Spezialitäten schmecken einfach köstlich.

Die im 14. Jahrhundert erbaute Festung Parco della Rocca oder Rocca di Montestaffoli verfiel und wurde erst im 20. Jahrhundert restauriert. Die vollständig erhaltenen Außenmauern umschließen heute einen Olivenhain mit Terrassen. 
Im Park der Festung werden Veranstaltungen, Kunstausstellungen, Konzerte und vieles mehr organisiert. Und wenn sie nicht gerade Pause machen, 

kann man Küstlern bei der Arbeit zuschauen.
Und überall Keramik, wunderschön und riesengroß. Leider nichts zum Mitnehmen.

Wir verlassen San Gimignano mit einer Träne im Knopfloch.
Das Zauberwort für den nächsten Ort heißt 'Alabaster' und gemeint ist Volterra. 


Das im 4. Jahrhundert v. Chr. aus der Verbindung mehrerer kleiner etruskischer Ansiedlungen entstandene heutige Volterra (10.000 EW) ist nicht nur bei Fans von Etruskern und Vampirgeschichten bekannt.
Und an der Stadtmauer begrüßt uns das Plakat mit Anna Schudt und Jörg Hartmann, die 2025 den italienischen Theaterpreis Premio Ubu für 'Changes' als beste ausländische Vorstellung erhielten.
Am Hauptplatz der mittelalterlichen Alabasterstadt steht das älteste erhaltene Rathaus der Toskana, der Palazzo dei Priori. Auf der Vorderseite des ab 1208 errichteten Gebäudes befinden sich die Wappen ehemaliger Florentiner Statthalter

und war damit Vorbild für den später errichteten Palazzo Vecchio von Florenz. 
Gegenüber steht der Palazzo Pretorio aus dem 13. Jahrhundert mit dem 'Torre del Porcellino', an dessen Spitze auf einem kleinen Vorsprung ein Schwein steht. Deshalb wird der Turm auch Ferkelturm genannt. 

Die Stadt könnte mit den kleinen engen Gassen so schön sein, leider ist sie ein wenig herunter gekommen, viele Gebäude stehen leer und sind zu verkaufen. Schade, aber wir möchten so ein mittelalterliches Haus auch nicht unterhalten müssen.

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