Das Gebäudeensemble der Uffizien wurde zwischen 1560 und 1580 zur Aufnahme von Amtsräumen (Uffizi) errichtet. Für diesen Neubau ließ Cosimo de Medici ein ganzes Stadtviertel abreißen bzw. einige Häuser in den Neubau integrieren.
Vasari, der Hausarchitekt der Medici, vereinheitlichte die Ansammlung alter und neuer Gebäude durch vorgesetzte Fassaden. So entstand ein Platz, der von zwei beinahe gleich aussehenden Fassaden flankiert wird.

Die Uffizien waren von Anfang an mit Gemälden und Skulpturen ausgestattet und öffentlich zugänglich.
Durch die Schenkung des Familieneigentums der Medici sind die Uffizien heute ein Kunstmuseum mit einer der wichtigsten kunsthistorischen Sammlungen der Welt.
Der Ursprung des Begriffs Galerie für eine Gemäldesammlung wird ebenfalls den Galerien der Uffizien zugeschrieben.
Leider ist es in den Uffizien trotz timeslot so voll, dass man vor Menschen die Ausstellungsstücke nicht sehen kann, von genießen kann gar keine Rede sein.

Es wird nur geschubst, die Audioguides sind auf Lautsprecher gestellt und die Führer sprechen ziemlich laut in ihre Mikrofone.
Früher bekamen die domestizierten Tiere einen Knopf ins Ohr. Heute sind es die Reisegruppen.
In den Botticelli-Saal kommt man nur nach neuerlichem Anstehen von wenigstens einer Stunde. Wir wollen unseren bezahlten Time Slot für den Vasari Korridor nicht fallen lassen, und haben somit keine Chance hineinzukommen.
In den Vasari Korridor werden alle 20 Minuten nur 20 Personen hineingelassen, hier klappt es mit der Anzahl zugelassener Personen.
Der 750 Meter lange Vasari-Korridor wurde ab 1565 von den Medici genutzt, um ihre Residenz, den Palazzo Pitti, von den Regierungsbüros, den Uffizien, aus zu erreichen. In ihm befindet sich eine Ausstellung von mehr als fünfzig griechisch-römischen Büsten

und etwa 200 Künstlerporträts aller Epochen bis in die Gegenwart.
Dieser geschützte Weg schwebt förmlich oberhalb des Ponte Vecchio. Von den 73 Fenstern des Korridors aus genießt man einen sehr privilegierten Blick auf die Stadt.

Ein Balkon im Innenraum der Chiesa di Santa Felicita aus dem 10. Jahrhundert war für die Medici vom Vasari Korridor aus direkt zugänglich und ermöglichte Mitgliedern der Familie die Teilnahme an Gottesdiensten getrennt vom gemeinen Volk.

Am herrlichen Boboli-Garten des Palazzo Pitti endet die Führung durch den Vasari Korridor.
So können wir auch noch die künstliche Grotte, ein steinernes Bühnenbild, bestaunen.

Zurück gehen wir über den Ponte Vecchio, den man vor Menschenmassen kaum erkennen kann.
Die zwischen 1335 und 1345 gebaute steinerne Brücke ist die älteste von Florenz und auch eine der ältesten Segmentbogenbrücken der Welt. Auf ihr befinden sich seit 1345 die kleinen Läden mit zur Brücke hin gerichtetem Eingang

und rückwärtigem Erkern, die die eigentliche Brücke überragen.

Ursprünglich waren auf der Brücke Schlachter und Gerber ansässig, die ihre ihre Abfälle in den Arno warfen. 1593 wurden sie per Dekret von den Medici durch Gewerke ohne Abfall, nämlich Goldschmiede, ersetzt. Noch heute befinden sich ausschließlich Juweliere in den Läden auf der Brücke.
Mit dem Bau des Doms, der Kathedrale Santa Maria del Fiore, wurde 1296 begonnen. Die imposante Kuppel aus dem 15. Jahrhundert gilt als technische Meisterleistung der frühen Renaissance.

Die neugotische Fassade mit mehrfarbigem Marmor, hauptsächlich in Weiß (Carrara), Grün (Prato) und Rosa (Siena/Maremma) wurde zwischen1871 und 1887 errichtet.

Im 85 Meter hohen und 1359 beendeten Bau des Campanile sind zwölf Kirchenglocken untergebracht.

Der Eintritt in den Dom ist frei, allerdings sind die Schlangen so lang, dass man nur nach stundenlangem Anstehen hineinkommt. Bei diesen Unmengen an Menschen ist es wie in den Uffizien kein Genuss und so verzichten wir.
Die Piazza della Repubblica gilt als Beispiel der städtebaulichen 'Sanierungsanstrengungen' zwischen 1865 und 1871. An der Spitze des Triumphbogens befanden sich bis 1904 drei allegorische Frauengestalten, die Italien, die Kunst und die Wissenschaft symbolisierten.

Das Festival del Gelato mit den über 70 Eissorten in der Via del Corso ist seit März 2020 geschlossen, nur die Reklame 'Gelateria' zeigt noch wo es war. In den Räumen ist nun ein Restaurant untergebracht.

Aber genau gegenüber gibt es den kleinen Eisladen Barroccino mit super leckerem Eis, wie z.B. Pistazie mit Volterrasalz.

Und hier werden sogar die Eiswaffeln frisch gebacken und geformt.
Florenz ist vollgestopft mit Menschenmassen, wie bei der Hansesail oder beim Konzert von Roland Kaiser, keine Empfehlung wert.
