Die ursprünglich keltische Siedlung Modena kam 222 v. Chr. in römischen Besitz, verfiel jedoch ab dem 4. Jahrhundert und wurde erst gegen Ende des 9. Jahrhunderts wieder aufgebaut.
Der zentrale Platz von Modena (185.000 EW), der Piazza Grande, wird von dem mit weißem Marmor verkleideten Dom, der Kathedrale Santa Maria Assunta, sowie seinem Glockenturm beherrscht und gehört seit 1997 ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe.
Die Arbeiten an der romanischen Kathedrale Santa Maria Assunta begannen bereits 1099, wurden jedoch erst 1322 beendet.
Der 88 Meter hohe Campanile aus dem Jahre 1169, der Torre Ghirlandina, ist das Wahrzeichen Modenas. Seinen Namen erhielt der Glockenturm wegen der zwei girlandenartigen Marmorgeländer im Bereich der Turmspitze.

Das reichverzierte Portal der Kathedrale wird von einem Gewölbe überdacht, das von zwei sitzenden Löwen getragen wird.

Der Kircheninnenraum ist mit den Backsteinwänden und den rundbogigen Wandöffnungen besonders eindrucksvoll.

Die Wände der Krypta wurden im 18. Jahrhundert mit Marmor verkleidet sowie mit Stuck dekoriert.

Dem Dom gegenüber steht der Palazzo Comunale, der seit dem 14. Jahrhundert als Rathaus dient. Er bestand aus mehreren kleineren Gebäuden, die nach und nach miteinander verbunden wurden. So ist die Fassade ein beeindruckendes Beispiel für die Verbindung von mittelalterlicher und Renaissance-Architektur. Besonders auffällig ist sein Uhrturm aus dem 15. Jahrhundert.

Die berühmte Via Aemilia verläuft durch das historische Zentrum Modenas und ist zu einer der beliebtesten Flaniermeilen geworden.

Die etruskische Siedlung aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. wurde 191 v. Chr. von den Römern erobert, Bononia genannt und schachbrettartig um die zentrale Kreuzung angelegt.
Im 13. Jahrhundert war das Stadtzentrum von Bologna (heute 400.000 EW) ein Wald von Geschlechtertürmen, dem Statussymbol einflussreicher städtischer Familien. Sie wurden nach dem Vorbild von Wehrtürmen gebaut und dienten der Verteidigung sowie als Rückzugsort bei Angriffen auf die Stadt. Wegen der Enge in den Städten wurden sie jedoch schlanker und höher gebaut als klassische Wehrtürme.

Im Laufe der Jahre wurden die meisten abgebaut, im 20. Jahrhundert sogar gesprengt und etliche stürzten ein. Gleichzeitig wurde auch die Stadtmauer abgerissen, um der schnell wachsenden Bevölkerung Platz zu schaffen. Somit sind nur noch einige Reste der Stadtmauer sowie Stümpfe der ehemals mehr als 80 Geschlechtertürme vorhanden.
Die bekanntesten erhalten gebliebenen Türme sind Torre Asinelli (97 Meter) und Torre Garisenda (48 Meter). Sie sind heute sogar Wahrzeichen der Stadt.

Auch die Altstadt von Bologna kann man gut mit dem Fahrrad durchqueren und es sind nur vier Kilometer vom Hotel bis zum Stadtzentrum.
Der Hauptplatz Bolognas ist der Piazza Maggiore mit dem Palazzo dei Banchi aus dem Jahre 1412. Die Fassade und die Arkaden wurden erst ab 1565 ergänzt.

Der gesamte Platz ist von weiteren, sehr imposanten Gebäuden umgeben.
Der Palazzo del Podesta aus dem 13. Jahrhundert war Sitz des Gouverneurs sowie seiner Beamten und diente der Erledigung öffentlicher Aufgaben.

Der Palast wird vom Glockenturm Torre dell'Arengo des Palazzo Re Enzo mit der Glocke aus dem 15. Jahrhundert überragt und gilt ebenso als eines der Wahrzeichen Bolognas. 1945 läutete die berühmte Glocke anlässlich der Befreiung Bolognas von der deutschen Besatzung.
Der Palazzo d’Accursio oder Palazzo Comunale ist ein Gebäudekomplex, der heute die Stadtverwaltung beherbergt. Über dem Portal thront eine große Bronze-Statue von Papst Gregor XIII. aus dem Jahre 1580.

Mit ihren gewaltigen Dimensionen (Länge 132 Meter, Breite 60 Meter, Gewölbehöhe 45 Meter) ist die gotische Basilica San Petronio die größte Backsteinkirche überhaupt, ihre Fassade jedoch ist bis heute unvollendet.

In der Basilika fand 1530 sogar die Krönung Karl V. zum Kaiser durch Papst Clemens VII. statt.
Die Basilika selbst sowie ihr Innenraum, besonders die Kapelle der Heiligen Drei Könige aus dem Beginn des 15. Jahrhunderts, werden von Milizionären gut bewacht. Auf einer der Fresken in der Kapelle der Heiligen Drei Könige ist ein bärtiger Mann mit Kopftuch dargestellt, der gerade von einem Dämonen am Kopf gepackt wird. Hierbei handelt es sich um den Propheten Mohammed, der in der Hölle leiden muss.
Diese im Mittelalter übliche islamfeindliche Darstellung wird als Auslöser für die geplanten Terroranschläge von 2002 und 2006 auf die Basilika gesehen.
In der Kirche ist auch der Meridian nach den Plänen des Astronomen Giovanni Domenico Cassini von 1655 angelegt.

Mit seinen 66,8 Metern ist er die längste Mittagslinie der Welt.
Die beiden Orgeln von 1475 und 1596 zählen zu den ältesten Orgeln Italiens.
