RCH, Straße der Gletscher

Die spektakuläre Strasse der Gletscher der Darwinkordillere passieren wir leider nachts. Indes begleiten uns die gesamte Tour spektakuläre Aussichten auf schneebedeckte Berge aus denen hin und wieder eine Gletscherzunge hervor lugt.

Wer allerdings vorwiegend wegen der Gletscher mit der 'Australis' fährt, sollte die Tour von Punta Arenas nach Ushuaia buchen, die dauert 4 Nächte und man kann tagsüber die Allee der Gletscher genießen.
Hin und wieder zeigen sich die auffällig schwarz-weiß gezeichneten Commerson-Delfinen. Genau wie die Hector-Delfine sehen sie ein wenig anders aus, als die uns bekannten Delfine, wie z.B. Tümmler.
Beim Umrunden der Brecknock-Halbinsel fahren wir ein kurzes Stück durch freies Wasser und es wird wieder ein wenig schaukelig.
Im Agostini-Fjord erreichen wir den Aguila Gletscher

und laufen bis an die Stirnseite des Gletschers.

Durch Luftaufnahmen von vor 100 Jahren weiß man, dass die Gletscher des Darwin Eisfeldes nicht abschmelzen. Die Bäume direkt vor der Eiswand bestätigen das.

Die Bewölkung reißt auf und extra für uns steigt ein Regenbogen empor.

Auch hier gibt es den magellanischen Urwald mit seinen faszinierenden Flechten und Moosen.


Früh morgens erwachen wir bei strahlendem Sonnenschein, nun bereits schon in der Magellanstraße, und die knapp 70.000 Brutpaare der Magellan Pinguine auf Magdalena Island, dem Monumento Natural Los Pingüinos, erwarten uns schon.

Einer begrüßt uns sogar mit seinem 'Gesang'.

Und so eine Pinguinparade ist immer wieder hinreißend anzusehen.

Auf dieser Insel brüten außerdem Blauaugenscharben (Antarktischer Kormoran), Dominikanermöwen und Skuas. Eine Möwe brütet direkt am Weg und fühlt sich natürlich durch uns aufgeschreckt.

Der Rundweg über die Insel führt an hunderten von Erdhöhlen, in denen bereits gebrütet wird, vorbei.

Der Wind frischt mächtig auf und die Rückfahrt zur 'Stella' gestaltet sich bei zunehmendem Wellengang etwas schwierig. Pech, wenn man als letzter ins Zodiac steigt, dann sitzt man nämlich ganz vorn und bekommt heute die volle Dusche ab. Und auch unser Schlauchboot schafft es erst nach fünf Versuchen an der 'Stella' anzulegen.
Der heftige Wind von vorn und das ständige Auf und Ab der Wellen bereiten unserem Schiff ein wenig Schwierigkeiten, so dass wir zwei Stunden später als avisiert in Punta Arenas, wieder in Patagonien aber nun in Chile, landen.