Mit dem Bau der Basilika San Francesco als Doppelkirche wurde 1228 begonnen, die Unterkirche Basilica Inferiore sowie der Glockenturm noch im romanischen Stil und eine Etage höher die Oberkirche Basilica Superiore bereits im gotischen Stil.
Die Unterkirche, die aus dem Hauptschiff und einigen Seitenkapellen besteht, betritt man durch den Seiteneingang.

In ihrer Krypta sind die Gebeine des Franz von Assisi in einem Steinsarg beigesetzt.
Über dem Eingang zur Oberkirche befindet sich die von symbolischen Figuren der vier Evangelisten umgebene Fensterrose.

Der Engel steht für Matthäus, der Adler für Johannes, der Löwe für Markus und der Stier für Lukas.
Die Doppelkirche wurde 1997 bei einem schweren Erdbeben stark beschädigt. Nur wenige Tage später begannen bereits die Restaurierungsarbeiten.
Die relativ gering beschädigte Unterkirche wurde bereits zwei Monate nach dem Erdbeben wieder geöffnet, die Oberkirche erst 1999, obwohl noch nicht alle Rekonstruktionsarbeiten vollständig abgeschlossen waren.
Und im Jahr 2000 wurde Assisi zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt.
Das Jahr 2026 steht in Assisi ganz im Zeichen des Jubiläums zum 800. Todestag des heiligen Franziskus,

die Feierlichkeiten dauern bis zum 10. Januar 2027. Am 29. Mai wird vor der Basilica die 24. Benefizgala 'Con il Cuore, nel nome di Francesco' stattfinden, was wie jedes Jahr, im Fernsehen übertragen wird.
Für das Konzert ist alles abgesperrt,

nur die Unterkirche ist für den Publikumsverkehr offen.
Mit den Basiliken San Francesco und Santa Chiara, den Grabstätten des Hl. Franziskus und der Hl. Klara ist Assisi ein bedeutender Pilgerort des Christentums.
Nun sind wir wieder in der Toscana. Die Straßen sind nicht viel besser als im Süden, aber es ist sehr viel sauberer.
Seit dem 18. Jahrhundert kann man sich in der Terme Antica Querciolaia in Rapolano Terme entspannen.

Mit dem warmen durch Kalzium, Magnesium, Natrium und Kalium angereicherte Wasser wurden Atemwegs-, Gelenks- und Hauterkrankungen behandelt. Man kann auch einfach nur das Wasser genießen.
Die Terme verfügt über zwei kleine Innenbecken und einen großen Park mit sechs Thermalaußenbecken. In der herrlichen Anlage wachsen an den Becken Ablagerungen wie Stalagmiten in die Höhe, nur an den Geländern sind sie durch das viele Anfassen etwas abgenutzt.

Das alternative Agricampeggio Madonna di Pogi ist bereits im Mai ausgebucht.
In Capannole finden wir jedoch auf dem Camping La Chiocciola mit den drei Pools einen sehr zu empfehlenden Platz. Es gibt sogar Klobrillen, Toilettenpapier und Seife, unvorstellbar sauber.
In Florenz, Bologna, Modena und auch Piacenza waren wir bereits. So wird heute Strecke gemacht, wir brausen durch bis zum Gardasee und damit geht unsere schöne Reise dem Ende entgegen.
Es war absolute Vorsaison, regnete oft und die Temperaturen stiegen nur in der letzten Woche auf über 20°C an. Italien ist zwar immer eine Reise wert, trotzdem möchten wir nie und nimmer in der Hauptsaison hier sein, denn bereits jetzt war es uns meist zu voll, von den Stränden ganz zu schweigen.
Am Gardasee gibt es Camp an Camp, da können ruhig ein oder zwei ausgebucht sein, dann fährt man eben zum nächsten.
In San Benedetto Camping Relais liegt der Platz zwar direkt am See, aber der 'Strand' ist nix für Ostseeverwöhnte.

Eigentlich wollen wir noch einmal nach Brescia zum UNESCO-Korridor. Aber bei 29°C fahren wir dran vorbei.
In Tirano gibt es das angepriesene Camp leider nicht mehr, also weiter über äußerst enge und steile Serpentinen. Aber nun sind wir bereits in der Schweiz und die Straßen fahren sich wunderbar, keine Ruppelpiste, keine tiefen Löcher.
Im Camping Cavresc in Le Prese mit der Postkartenkulisse

geht es sehr entspannt zu.
Am Morgen locken uns strahlender Sonnenschein und blauer Himmel zu Passfahrten. Und auch hier treffen wir begeisterte Radsportler, aber nun die mit den gestählten Körpern auf Rennrädern.
Es geht über den Bernanino

Richtung St. Moritz. Der Stopp an der Montebello Kurve mit den Blick auf den Morteratsch Gletscher ist ein absolutes Muss.

Wer weiß, ob wir den noch einmal zu sehen bekommen. Auch dieser Gletscher ist von umfassendem Schwund betroffen. Er verkürzte sich zwischen 1900 und 2017 um etwa 2.500 Meter.
Weiter geht es über den Fluela Richtung Davos.
Leider zieht sich der Himmel zu und es sind nur noch 12°C. So entfällt die avisierten Kaffeepause in Davos.
Endlich in Deutschland verdüstert sich der Himmel immer mehr und aus den dicken Wolken fällt reichlich Wasser. Das ist kein Wetter zum Campen, da wollen wir dann doch lieber in unserer warmen Wohnung Berichte schreiben.
Aber auch das Fotofestival in Zingst ist bereits in vollem Gange, nur noch zwei Tage, dann ist es vorbei, also nix wie hin.
Uns beeindruckt besonders die Ausstellung The Antropocene im Martha-Müller-Grählert-Park.

Und am Strand kann man auf seinem Foto fliegen.
