NZ, Nordinsel, Kauri

Das Kauri Museum in Matakohe

informiert umfassend über die Kauri Bäume, ihr Harz, die Verwendung und die Geschichte der Gum Digger.
Man braucht in kein anderes Museum zu gehen, hier ist alles versammelt und super toll aufbereitet, Bernsteinausstellung und Bush Walk inbegriffen.
Kauris werfen mit zunehmender Höhe die unteren Äste ab, so dass der Stamm zu einer mächtigen Säule heran wächst. Die oberen Äste bilden dann eine dichte Krone, die sämtliche anderen Bäume überragt.

Die Rinde schält sich in Flocken ab,

wodurch die Bäume von Epiphyten freigehalten und bis zu 2.000 Jahre alt werden können.
Kauriholz gehört zu den besten Holzarten der Welt. Es wurde für den Schiffbau, Masten, Häuser, Brücken, Zäune, Möbel, Dämme, Fässer, Eisenbahnschwellen sowie Stützen im Bergbau verwendet. 

Eindrucksvoll wird veranschaulicht mit welcher Mühe diese gewaltigen Stämme transportiert und verarbeitet wurden.

Selbst ein Sägewerk ist hier nachgestellt.
Der Baum besitzt makellos gemasertes Holz. Es wurde als Schmuckholz, Wandverkleidung und für Möbel verwendet.

Kauri Gum ist das Harz der Kauri Bäume, die vor 1.000en von Jahren wuchsen.
Wunden in der Rinde verschloss der Baum mit Harz. Durch das Abwerfen der Rinde löste sich auch das Harz, fiel herunter und wurde vom Waldboden bedeckt.
Harz, welches aus der Erde ragte, wurde gesammelt,

später auch wie Gold bis zu 10 Meter tief ausgegraben.
Und dieser schweren Arbeit der Gumdigger ist hier ebenfalls ein Denkmal gesetzt worden. 
Das Harz wurde für Lacke, Farben und Linoleum, als Feueranzünder, Bootsleim, Siegelwachs, Kerzen, Zündwaren und sogar Skulpturen verwendet.

Kauri Gum war sehr begehrt und wurde nach Australien, Europa, Russland, Amerika, Japan und Indien exportiert.
Maoris benutzten das Harz zum Kochen, für Fackeln und als Pigmentstoff für Tätowierungen. Mittels mischen des Harzes mit dem Saft der Puha-Diestel stellten sie sogar Kaugummi her.
Als kaum noch Kauri Harz gefunden wurde, begann man, die Bäume einzuritzen. Nach sechs Monaten war das Harz zu einem Klumpen getrocknet und wurde eingesammelt. Leider wurde das sehr exzessiv betrieben, so dass viele Bäume ausbluteten.
Das Zapfen des Harzes ist seither verboten.
Kopal wird jegliches Baumharz genannt, unabhängig von seiner botanischer Herkunft. Es ist fast durchsichtig, gelblich bis rötlich und glasig hart, manchmal sogar mit Einschlüssen.

Von der großen Gruppe der Kopale gehören die fossilen, aus der Erde gegrabenen Vertreter trotz ihres geologisch jungen Alters zu den Bernsteinen.
Unechter Kopal ist junges gehärtetes Harz. Tropft man Aceton darauf, so bildet sich eine schmierig-klebrige Oberfläche, während echte Kopale und Bernstein nicht angelöst werden.
Auch liegt der Schmelzpunkt von Bernstein mit 200 bis 380 °C deutlich über dem des unechten Kopals von unter 150 °C.
Jedes Bernstein Museum in Deutschland kann nur neidvoll auf diese Ausstellung schauen.

Als man die Sümpfe trocken legte, kamen Kauri Baumstämme an die Oberfläche, die vor etwa 45.000 Jahre im Sumpf versunken sind. Gegenstände aus diesen sogenannten Sumpfkauris sind wegen ihrer besonderen grünlich braunen Maserung exklusiv und teuer.

Manchmal wurde der Stamm eines Kauri auch als attraktive Bank genutzt.

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