BIH, Mostar

Nach endlosem Warten an der Grenze zu Bosnien und Herzegowina fahren wir Richtung Mostar. Aber schon nach
20 Kilometern über äußerst schmale Fernverkehrsstraßen müssen wir wenden, die Straße ist leider gesperrt. Das hätte auch etwas eher ausgeschildert sein können.
Nun müssen wir über die Grenze nach Kroatien und von dort wieder zurück nach BiH.
Und hier wird auf diesen engen Straßen noch verrückter gefahren als in Kroatien. Geschwindigkeitsbegrenzungen, Überholverbote oder gar Fußgängerüberwege gelten nur als Angebot, vorzugsweise für Ausländer.
Wir sind ein wenig frustriert, erreichen aber Mostar ohne weitere Zwischenfälle.

Da wir nur einen kurzen Abstecher nach Bosnien und Herzegowina planen, tauschen wir kein Geld. Hier kann man mit EUR oder Kuna bezahlen, damit auch ja keiner auf diese Kugelschreiber verzichten muss.

Der Umtauschsatz ist leicht zu merken: 1 EUR = 2 Km = 8 Kn.
Die berühmte 1566 erbaute Brücke von Mostar galt sie als die schönste Brücke des gesamten Balkans und war Symbol für die gut funktionierende Gemeinschaft der verschiedenen Ethnien in Mostar. Sie wurde 1993 im Bosnienkrieg vollständig zerstört, jedoch auf Beschloss die UNESCO rekonstruiert und ist seit 2004 wieder in das Stadtbild integriert.

Da sich das Leben in Mostar ausschließlich im Bereich der Brücke abspielt, ist sie natürlich dicht umlagert. Noch einige schöne Häuser und die winzige Altstadt ist vorbei.

Zerstörte Häuser sowie Einschusslöcher an den Fassaden gehören auch heute noch zum Stadtbild von Mostar, selbst in der restaurierten Altstadt.

Der Muezzin ruft und veranlasst Dieter zum Aufstieg auf das Minarett.

Von dort hat man einen tollen Blick auf die Brücke und die Stadt.

Und es gibt immer wieder Verrückte, die sich von der Brücke in die kalte Strömung der Neretva stürzen. Es gibt dafür sogar ein Zertifikat, natürlich gegen 25 Euronen. Und wer ist so deppert? Wie erwartet: Deutsche.

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