Singapur, Zwischenstopp

Plötzlich und unerwartet (?) ist unsere schöne Zeit in Australien vorbei und wir sitzen bereits im Flieger nach Singapur.
Diesmal haben wir das Hotelzimmer mit Balkon und herrlicher Postkartenaussicht auf das malayische und indische Viertel gebucht.


Singapur ist eine Stadt der Moderne und für uns auch die Stadt des Essens. Zwischen all den hypermodernen Wolkenkratzer entdeckt man ein Füllhorn an Foodcourts und Restaurants, es wird immer und überall gegessen. Wir probieren malayische, indonesische, koreanische, vietnamesische, thailändische Gerichte, und natürlich die geliebten Dumplings und Bumps.


Eine so schnell prosperierende Stadt über mehrere Jahre zu beobachten, ist schon eine spannende Sache. Als wir vor 20 Jahren das erste Mal in Singapur waren, erstaunten uns die riesigen Baustellen, die der Landgewinnung dienten. Neben den vielen Hochhäusern ist dort auch ein außergewöhnlicher Freizeitpark mit Marina Bay Sands und Gardens by the Bay entstanden.
Vor zwei Jahren liefen wir in der riesigen Anlage der Las Vegas Sands Corporation mit Hotel, Casino, Shopping Mall, Restaurants und Bars ziemlich allein durch fast leere Gebäude, die Geschäfte lagen wie ausgestorben da. Diesmal steppt hier der Bär.


Am Montag dämpft der Konsul im usbekischen Konsulat unsere Vorfreude auf die alte Seidenstraße. Es liegt kein Visum für uns bereit, es ist nicht mal ein Antrag zu finden. Wir sind etwas irritiert. Der äußerst nette Konsul ruft beim Travel Agent Evaneos in Samarkand an und gibt uns eine Internetadresse, auf der wir den Bearbeitungsstatus des Visums kontrollieren können. Evaneos will sich natürlich kümmern und verspricht, bis spätestens Mittwoch 16:00 Uhr das Visum bereit zu stellen.
Ein Gewitter mit mächtigen Donnerschlägen und tropischen Regentropfen kreist über Singapur. So verschieben wir den Besuch des Gardens by the Bay, ein 101 Hektar großes, wunderschön angelegtes Parkgelände. Da braucht man keinen Botanischen Garten mehr.
Uns interessieren natürlich die gigantischen Glasgewächshäuser. Hier werden, im Gegensatz zu Europa, die Gewächshäuser gekühlt, so dass man mit einer Jacke gut bedient ist.
Im Cloud Forest sind auf 0,8 Hektar die Tropen in Höhen von 1.000 bis 3.000 Metern über dem Meeresspiegel nachgestellt. Die 35 Meter hohe Turmkonstruktion imitiert einen Berg mit Wasserfall und Tree Top Walk.


Der 1,28 Hektar große Flower Dome ist das größte Glasgewächshaus der Welt. Dazu werden nicht einmal Stützpfeiler benötigt, unglaublich!


Im Dome kann man Pflanzen der mediterranen und halbtrockenen Klimazonen bewundern.


In diesem Jahr findet hier eine Tulpenausstellung statt. So wie uns tropische Pflanzen begeistern, geraten die Asiaten beim Anblick von Tulpen, Geranien, Wicken und Margeriten völlig aus dem Häuschen.

Die Super Trees sind 25 und 50 Meter hohe mit Pflanzen bewachsene Stahlgerüste.

Zwei der 'Bäume' sind in sehr luftiger Höhe über den Skyway miteinander verbunden.


In diesem exorbitanten Garten muß man nur für die Gewächshäuser und den Skyway bezahlen, alles andere ist kostenfrei.
Abends erfreuen wir uns an der täglich stattfindenden Licht- und Tonshow bei Wiener Walzer, Cancan und Marschmusik.

Unsere Visa stehen immer noch auf 'beantragt' und der Flieger nach Taschkent startet um 22:00 Uhr. So bleiben wir in Reichweite des Internets, also im Hotel, und warten auf Nachricht von Evaneos.
Man könnte auf der herrlichen Terrasse mit Pool, Quälbank, vielen Schattenplätzen und der Orangensaftpresse den Tag ganz entspannt genießen, wenn da nicht das fehlende Visum wäre.


Diesmal sind wir wahrscheinlich in einen Kaufrausch gefallen. Aber trotz der neuen Shirts, Kleid, Schuhen und Jacken ist immer noch Platz im Koffer. Und obwohl auch die Schnorchelausrüstung im Koffer verschwindet, kommen wir mit unseren Gepäckstücken nur auf 17 kg und 19 kg, erstaunlich.
Als wir uns gegen 18:00 Uhr zum Flughafen aufmachen wollen, erhalten wir die mail, nicht in den Flieger einzusteigen. Was tun?
Erst einmal Zimmer für die Nacht buchen und dann Flüge suchen. Der nächstmögliche Flug nach Hause geht morgens mit Emirats nach Hamburg, wir bekommen sogar die letzten beiden Plätze nebeneinander.
So liegen wir am nächsten Tag ungeplant kurz nach Mitternacht zu Hause in unserem Kuschelbett. Was so ein kleines 'r' ausmachen kann, Bett statt Brett.
Morgens werden wir von einigen wenigen Vögeln begrüßt. Das ist natürlich kein Vergleich zu dem Lärm der australischen Vögel. Am lautesten waren diese starengroßen Vögel. Neben dem Baum arbeitet ein Presslufthammer. Könnt ihr ihn hören?

Die letzte Etappe unserer Weltreise, den Besuch der alten Seidenstrasse, werden wir nun wahrscheinlich im Sommer nachholen.