Nordinsel, Tangaraku bis Wellington

Im völlig abgelegenen Tangaraku Bushcamp übernachten wir.


Morgens wieder Regen und wir fahren noch einmal zur Tangarakau Gorge und finden sogar das Grab von Joshua Morgan.



Die Beschilderung ist oft sehr spärlich, ein kleines Schild am Abzweig, häufig nur mit Blick in die meist gefahrene Richtung, muss reichen. Vorwegweiser gibt es nur zu Hotels oder kaufbaren Aktivitäten wie Heli Flight, Kayaking, Mountain Biking, Hiking to . . .
Bei leichtem Nieselregen gehen wir los zu den Mt. Dampers Falls. Aber plötzlich schüttet es und wir sind innerhalb einer Minute klatternass. Die Schafe auf den Wiesen schauen uns wiederkäuend an, so nach dem Motto 'seid ihr blöd!'



Da wir im Camper alles dabei haben, ist es einfach in trockene Klamotten zu wechseln. Der Regen läßt nicht nach und wir entscheiden uns gegen weitere Wanderungen. So fahren wir noch einmal durch die äußerst engen Moki und Mahaku Tunnel hin und zurück.

In der selbst ausgerufenen Republik Whangamomona machen wir Kaffee Pause und holen uns den Stempel im Pass.



Leider liegen die tollen Aussichtspunkte alle im Nebel. Nichts mit Blick auf Mt. Tongariro, Mt. Ngauruhoe und Mt. Ruapehu und den Egmont National Park mit Mt. Tanganaki (Mt. Egmont). Man könnte den Forgotten Highway auch mit einer motorisierten Draisine auf den Forgotten World Rails in Kombination mit Jetbooten befahren, ist allerdings sehr teuer.
In Stratfort hören wir uns „The Glockenspiel“ an. Irgendwie haben wir Glockenspiel anders in Erinnerung. An dem Turm geht eine Tür auf, eine Figur schaut raus, dazu kommen ein Sprecher und plärrende Musik vom Band.



Immer neue Wolken mit dicken Nebelschwaden drücken gegen den Mt. Egmont, der groß und mächtig vor uns liegt, doch für uns unsichtbar bleibt. Wir laufen einen kleinen Weg zu den Dawson Falls durch wunderschönen Regenwald.



Dann taucht für wenige Sekunden ein Teil des schneebedeckten Mt. Taranaki zwischen den Wolken auf. In Whanganui ist der Strand schwarz, leer, windig und doof.
In Otaki treffen wir Alysaparol (Alysha, Saskia, Patrick, Roland), Dieters Ex-Kollegen mit Kindern, und tauschen unsere Erfahrungen, Nordinsel gegen Südinsel, aus.



Die Abkürzung von Waikanae nach Upper Hutt erweist sich dann doch als erhebliche Zeitverzögerung. Kennt etwa keiner Dieters Abkürzungen? Und die Robbenkolonie bei Wellington ist nun nicht mehr zu schaffen.
In Wellington gibt es ein Motorhome direkt am Wasser und mitten in der Stadt. So können wir in wenigen Minuten sämtliche Sehenswürdigkeiten erreichen. Küche gibt es hier nicht. Ist jedoch kein Beinbruch, wir wollen eh die gesamte Zeit essen gehen, Thai, Malayisch, Fisch . . .
Am Underground Market ist Weihnachtsmarkt, geht aber nur drei Stunden und ist eigentlich bloß Vorführung von Weihnachtsliedern. Und dann ist Christmas Parade. Mehr als eine Stunde ziehen die Wagen und Musikgruppen, und sogar eine Hundegruppe, an uns vorbei. Es ist total lustig, wie Karneval, nur die Kamelle fehlen.





Postkartenwetter in Wellington, somit ist frühstücken im Freien angesagt. Das Te Papa Museum beeindruckt uns wieder und als Neuheit ist ein präparierter Giant Squid ausgestellt. Von Riesenkraken wußten wir ja bereits, aber von so einem beeindruckendem Riesenkalmar hatten wir noch nie gehört. Dieser hatte sich 2007 in einer Fangleine der Antarktisfischer verfangen. Er war 4,2 Meter lang, 495 Kilogramm schwer und seine Augen hatten einen Durchmesser von 27 cm.
Am Wasser lang zu schlendern ist bei dem Traumwetter einfach toll und die zahlreichen Restaurants sind gut gefüllt. 45 Minuten Wartezeit bis ein Tisch leer wird, sind bequem zu überbrücken, da man immer eine Bar mit Bier und Cider findet.

Wir probieren Paddle Crabs. Das sind sehr lecker schmeckende Schwimmkrabben, deren fünftes Beinpaar zu einem kleinen Paddel umgewandelt ist.



Mit dem Cable Car fahren wir gleich morgens zum botanischen Garten. Gott sei Dank, denn mittags ist die Schlange extrem lang. Auf dem Heimweg genießen wir bei Bier und Cider ein letztes Mal den schönen Blick auf den Hafen.



Morgens früh um 6:00 Uhr beginnt der Andrang auf die Duschräume. Die Hälfte der Camper verlassen den Platz und um 7:15 Uhr treffen wir uns alle an der Fähre wieder. Und dann geht es auf die Südinsel.