Singapur, Katong

In Singapur landen wir eine Stunde zu früh, sind bereits kurz nach 7:00 Uhr in unserem geliebten 'Boss Hotel' und dürfen erfreulicher Weise schon in unser Balkonzimmer im 11. Stock mit wunderbarem Blick über die Stadt, sogar ohne Aufpreis.


Nun muss aber unbedingt Medizin gegen die Blasenentzündung her. Die Indonesier mögen keine chemischen Arztneimittel, sie bevorzugen Kräuter- und Pflanzenmedizin. So bekommen wir in der Apotheke auch nur Kräuter von Tolak Angin, schmeckt stark nach Pfefferminz und ein wenig Eukalyptus. Wenn man dran glaubt, hilft es bestimmt. Ich glaube zwar nicht dran, aber nach fünf Tagen ist die Blasenentzündung trotzdem vergessen.
Mass Rapid Transit ist das 1987 eröffnete, überwiegend unterirdisch geführt Metro-Netz Singapurs. Wir kaufen eine wiederaufladbare MRT-Karte, funktioniert wie die MetroCard in New York. So können wir kreuz und quer durch die Stadt fahren.
Katong ist das Wohnviertel der Peranaken oder Straits-Chinesen, eine ethnische Gruppe, die aus der Verbindung malaiischer Frauen mit chinesischen Männern entstand.
Auf der Joo Chiat Road bewundern wir die bunten Häuser.


Endlich am Wasser angekommen, sind wir völlig durchgeschwitzt. Zur Abkühlung halten wird die Füße ins kühle Nass der Straße von Singapur.
Im Markt des Joo Chiat Komplex herrscht das pralle Leben, dort kaufen die Einheimischen ein, keine Touris, außer uns.


Und wir probieren endlich Durian. Diese Stinkfrucht schmeckt wirklich lecker.


Huch, haben wir uns verlaufen? Denn plötzlich stehen wir vor dem KTV Pub.


In Singapur gibt es keine Jahreszeiten, das gesamte Jahr über nur tropisch-warmes Wetter um die 31°C.  Entweder scheint die Sonne und es ist heiß oder es regnet und es ist heiß. Die relative Luftfeuchtigkeit von tagsüber 80% bis 85% kann nachts oder bei anhaltendem Regen sogar bis auf 100 % (!) ansteigen. Das ist für Europäer beinahe unerträglich.
Und hier findet der physich extrem anspruchsvolle Singapur Marathon statt. Man kann sich auch für Halbmarathon, zehn oder fünf Kilometer bzw. Staffel entscheiden. Sogar Rollstuhl- Marathon gibt es hier.
In der Ankündigung heißt es, die 42.195 Kilometer unter diesen Bedingungen seien 'zweifellos eine höchst befriedigende Erfahrung eines jeden Teilnehmers'. Wir verzichten trotzdem.
Aber die täglich um 20:00 Uhr stattfindende Laser- und Wassershow auf der Event Plaza am Sands Expo & Convention Centre möchten wir nicht verpassen. Wegen des Marathons sind jedoch viele Straßen gesperrt.
Aber wozu gibt es den MRT. Wir fahren ein wenig Zick-zack und sind dann gerade noch pünktlich an der Plaza.
Die viertelstündige Show ist äußerst effektvoll, man kann sagen hollywoodreif. Riesige Wasserfontainen, Nebelwände sowie Laserlicht feuern gemeinsam zu lauter Musik.


Gleich neben dem Eingang des ArtScience Museum steht der 'Skyscraper', ein aus fünf Tonnen Plastemüll gefertigter,
elf Meter hoher Buckelwal. Die Kisten, Behälter und Schläuche wurden vor den Küsten Hawaiis eingesammelt.
Erschaffen wurde der Wal von den  Architekten Jason Klimoski und Lesley Chang vom New Yorker StudioKCA, einer preisgekrönten Architektur- und Designagentur.
Die Installation stand ursprünglich zur Triennale in Brügge. Sie wird weiterziehen und soll auch an diversen anderen Orten das Bewusstsein für die verschmutzte Umwelt schärfen.


Im Mount Faber Park, einem etwa 94 Meter hohen Berg, könnte man gut wandern, wenn die Hitze nicht wäre. Von der Habourfront aus gehen wir den eigentlich kleinen Hügel hoch. Schon auf halber Höhe tropft uns das Wasser aus allen Poren.
An der Seilbahn Mount Faber - Sentosa werfen wir einen Blick auf die kleine Insel, dem ehemaligen britischen Militärstützpunkt. Nach der Besetzung Singapurs durch die Japaner wurde Sentosa bis zum Ende des 2. Weltkrieges als Gefangenenlager genutzt.
Anfang der 1970er Jahre wurde begonnen, die Insel zu einem Naherholungsgebiet umzubauen. Durch Landaufspülung ist Sentosa nun auf fünf Quadratkilometer angewachsen.
Heute kann man in zahlreichen Hotelanlagen sowie Parks mit etlichen Vergnügungsmöglichkeiten entspannen. Hauptattraktionen sind das restaurierte Fort Siloso, der Butterfly Park mit über 15.000 Schmetterlingen, die 650 Meter lange Sommerrodelbahn, Underwater World mit 250 Meeres-Tierarten aus aller Welt und die mit 37 Metern höchste Merlion-Statue Singapurs.


Von der Ausssichtsplattform auf ihrem Kopf hat man unglaubliche Ausblicke.